Beiträge von Daniel

    In Argentinien ist nun das Sondermodell RipCurl erschienen. Er ist Polar-weiß mit turquisem Dach, Nebelscheinwerferrahmen und AirBump-Inlay. Interieur Stadard-grau. Schwarze Türgriffe und Außenspiegel. Dazu schwarze Alufelgen. Dachreling ist auch serie. Motor 1,6 VTi. 3 Jahre Garantie oder 100.000km.

    Das Innenausstattungsdesign ist nicht so individuell, wie sie es beim einser RipCurl noch war.

    Das mit dem Wassertropfen hab ich oben ja auch schon erwähnt, aber ist wohl eher eine theoretische Sache, da ich in all den Jahren, wo ich Ente fahre, dieses Problem noch nicht hatte.

    Bei den Hydropneumatischen Systemen in DS und Co. ist es nicht nur der Druck im System der es minimiert, sondern die Flüssigkeit wird in dem System auch im Kreis gepumpt.


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass der seltenere BFL-Wechsel und damit die "Einbußen" im Inspektionsgeschäft der Grund dafür ist? Oder ist es in der Konstruktion aufwändiger/schwerer/teurer/störanfälliger??

    Die Systeme, die LHM-Flüssigkeit hatten, waren alles von Citroën erfundene und gebaute Teile. Da Citroën das System so konstruierte,daß so wenig Dichtungen wie möglich gebraucht werden müssen. Um das genau zu erläutern würde aber den Rahmen sprengen. Ich hab hier ein Heft liegen, wo alles im Detail erklärt wird.

    2001 beim C5 nahm Citroën Abschied von der LHM-gefüllten Zentralhydraulik. Man trennte nun alle Hydrauliksysteme. Das hatte den Vorteil, daß man nur noch die Federung bauen mußte. Bremssystem, Lenkungssystem etc.kamen nun aus dem großen PSA-Regal; was durchaus auch günstiger war, als weiterhin eine eigene Zentralhydraulik zu bauen.

    Ich weiß gar nicht, ob ich im Cactus 1 eine solche Leuchte habe. Erinnere mich nicht, dass mal im Bordbuch gelesen zu haben.

    Das ist beim Cactus die Anzeige mit dem Rufzeichen im Kreis. Sie ist mehrmals belegt: Handbremse angezogen; blinkend: Störung im Bremssystem, nichtblinkend: Bremsflüssigkeit zu niedrig, und blinkend + ABS-Leuchte: ABS/ESP hat ausgelöst.

    Die Bremsflüssigkeit im 2CV mit Scheibenbremse ist die selbe Flüssigkeit, die Citroën von 1968-2001 in den Fahrzeugen mit hydrpneumatischer Federung reinkippte (LHM bzw. LHM+).

    Ich sehe eigentlich nur Vorteile in der Flüssigkeit. Sie ist nicht hydrophil, was wiederum zur Folge hat, daß bei heißen Bremsen nach langen Bremsungen keine Dampfblasen entstehen können. Desweiteren greift sie keine Lacke an und wirkt korrosionsschützend gegenüber alle Metallteile im Hydrauliksystem. Ein interessanter Indikator für das Alter des LHM ist ihre Farbe: wenn sie gut ist, ist sie giftgrün. Im Laufe des Alterungsprozesses wechselt sie die Farbe von giftgrün auf gelblich (spätestens jetzt wechseln!), bis sie irgendwann bräunlich wird (Fahrzeug mit großem Wartungsstau). Die temperaturabhängige Viskosität wirkt sich nicht nachteilig auf das System aus. Bei Fahrzeugen mit Hydropneumatik wird das Öl mit bis zu 180bar durch die Leitungen gepreßt! Auch bei den Fahrzeugen, wo das LHM nur als Bremsflüssigkeit fungiert, ist das LHM der DOT-Flüssigkeit überlegen.


    Was manche als Nachteil sehen, ist daß theoretisch(!) sich Wasser im unterstem Teil des Systems sammeln kann (Wasser ist schwerer als Öl), was ich allerdings noch nie beobachten konnte.



    Bevor jemand nun voller Freude auf die Idee kommt, LHM in sein Cactus zu kippen: die Flüssigkeiten dürfen niemals gemischt werden. In DOT-Systemen darf nur DOT und in LHM-Systemen nur LHM oder zur Not mineralisches Motoröl. Bei Vertausch droht ein Totalausfall der Bremsanlage!


    (...)

    Jetzt mal eine Frage diesbezüglich: Wenn das Auto 7 Jahre ist, müßte der aber schon 2 Rostvorsorgeuntersuchungen gehabt haben. Einamal nach 48 Monaten und einmal nach 72 Monaten.


    Desweiteren läuft das Rostproblem an den Türen über die Lackgarantie, da es ein Problem im Lackaufbau ist; genau genommen ein Problem der Blechvorbereitung vor dem Lackieren. Diese Lackgarantie ist 4 Jahre - an den Türen galt wegen des Rostproblems eine Lackgarantie von 5 Jahren.

    Tip am Rande, wer es noch nicht weiß: Verschleiß kann übrigens man auch easy mit den eigenen Augen als Quasi-Sensor erkennen.

    Wenn man nicht den Fehler macht, zwischendurch Bremsflüssigkeit (BFL) nachzufüllen ist der BFL-Stand im BFLbehälter auch ein sehr guter Indikator (bei dichtem System). Sinkt der Stand unter min, sind Beläge und ggf auch die Scheiben wechselbedürftig.

    Müßte bei "min." nicht auch die Bremsflüssigkeitsstandwarnleuchte angehen? Ähnlichen Trick, wie Du ihn beschreibst, benutze ich bei der Ente. Der Stand im Bremsflüssigkeitsbehälter ist so voll, daß bei abgenutzten Belägen das Niveau so niedrig ist ("Min."), daß im Cockpit die Warnleuchte für den Bremsflüssigkeitsstand angeht. Der Vorteil bei der Ente ist allerdings, daß die Bremsflüssigkeit nicht alle 2 Jahre, sondern nur alle 60000km gewechselt werden muß.


    PS:Um Umklarheiten zu vermeiden: die 60000km gelten nur bei 2CV mit Scheibenbremsen, da dort mineralisches Hydrauliköl (LHM) als Bremsflüssigkeit dient.