Beiträge von lumo77

    Ja hört sich auch gut an. Mir persönlich war es wichtig, mich bei diesem ersten Unfall bei nem Profi über meine Rechte zu erkundigen und so erstmal zu "lernen", wie es gehen kann. So kann ich bei einem nächsten Mal (das hoffentlich gar nicht eintritt) selber entscheiden, was ich selbst regeln kann und was nicht und auf was ich achten muss. Ich wollte nicht aus Unwissenheit irgendwelche "Fehler" machen, die ich am Ende von meinem eigenen Geld bezahlen kann, nur weil ich bestimmte Vorgehensweise oder echtliche Fallstricke nicht beachtet habe. Der Stress hält sich erfreulicherweise auch in Grenzen, weil ich nicht rumtelefonieren oder Briefe schreiben muss, sondern der Anwalt alles regelt. Eine Beratung beim Anwalt, zwischendruch ein Rückruf von ihm, ein Termin bei der Werkstatt mit Gutachter und gestern einmal "umsonst" vorbei zum Termin ausmachen. Praktischerweise fahre ich täglich an der Werkstatttüre vorbei auf dem Arbeitsweg.


    Ich habe jedenfalls schon ne Menge dazugelernt, was ich vorher nicht wusste...
    Ich hätte zum Beispiel vorher gar nicht gewußt, dass man einfach selber zu einer Werkstatt gehen "darf"(wobei meine gar keine bzw ungern Versicherungsabwicklungen übernimmt, wenn das Auto noch fahrtüchtig ist), ab welcher Schadenshöhe ein Gutachter auch definitiv ohne Theater und zu 100% bezahlt wird, ob und wann einem welcher Leihwagen auch zusteht (auf den ich in Automatikversion aufgrund einer Gehbehinderung zwingend angewiesen bin, um zur Arbeit und zu Therapien zu kommen), ab wann man einen Reparaturauftrag letztlich erteilen kann und wer unter welchen Umständen juristisch Auftraggeber und damit auch Zahlungspflichtiger ist, falls es doch zu Problemen mit der Versicherung kommt etc... So reduziere ich mein Risiko auf irgendwelchen Kosten hängen zu bleiben!

    So. Update.
    Die Werkstatt hat heute nochmal selber Fotos gemacht und setzt sich mit dem Gutachter in Verbindung.
    Dadurch, dass die Schadensregulierung so lange gedauert hat, muss die Frontschürze jetzt auch erneuert werden. Diese ist durch die lange Zeit jetzt dauerhaft verformt und "ploppt" nicht mehr zurück in Form. Hätte man das innerhalb der ersten 1-2 Wochen gemacht, hätte die Frontschürze bleiben können, da sie ihre Form wieder angenommen hätte. Da die Frontschürze nicht im Gutachten aufgeführt ist, muss dieser Schaden nachgemeldet werden. Im Zuge dessen fragt die Werkstatt auch nochmal nach dem zweiten (unbeteiligten) Reifen an der Vorderachse.
    Erst dann machen wir einen Termin zur Reparatur aus.

    irgend wann soll man auch gut sein lassen


    Kannst du ja gerne so handhaben, wenn dir einer dein Auto kaputt macht. Und dann dein eigenes (evtl hart verdientes) Geld ausgeben oder mit ungleichem Profil die Fahrdynamik des Autos verschlechtern. Steht ja jedem frei, ob und wie er zu seinem Recht kommt.


    Ich für meinen Teil will + kann mich nicht daran bereichern oder besser stellen. Das Geld, was auf mein Konto geht, wird ja direkt an den Händler weitergeschoben. Ich will nur, dass mein Auto genauso piccobello und top gepflegt da steht wie VOR dem Unfall - an dem ich wie gesagt völlig unbeteiligt bin.


    Ich habe keine Lust, in die eigene Tasche zu greifen, um für 70-80€ n zweiten Michelin-Reifen zu kaufen (plus aufziehen und wuchten etc), den ich ohne den Unfall nicht hätte kaufen müssen DIe Reifen sind nicht abgerockt, sondern wurden erst im August 2017 gekauft und quasi nur eine Saison 2018 + ca 6 Wochen in 2017 gefahren.


    Was ich so gelesen habe, zahlt die Versicherung den zweiten unbeteiligten Reifen zumindest teilweise mit (quasi abzgl der Laufleistung). Naja, mal sehen.

    So, es gibt endlich neues von der gegenerischen Versicherung:


    Nachdem der Anwalt letzte Woche unter 8 Werktage Fristsetzung die Schadensregulierung eingefordert hat, habe ich heute endlich Post von der Versicherung bekommen. Der Schaden soll gestern in Höhe der begutachteten Kosten (ohne MwSt) inkl die 150€ für Wertminderung und einer allgemeinen Kostenpauschale von 25€ auf mein Konto überwiesen worden sein. Wahrscheinlich wird es dann Montag gebucht sein. Und ich kann endlich den Auftrag erteilen bzw Termin ausmachen.


    Abzüge haben sie gemacht und wie folgt im Brief erklärt:

    • MwSt - diese wird übernommen, wenn ich sie in einer eingereichten Reparaturrechnung nachweisen kann.
    • Verbringungskosten - die Kosten, die für Überführung des Fahrzeugs zwischen Werkstatt und Lackierer anfallen. Diese werden auch übernommen, wenn sie tatsächlich entstanden sind und über Rechnung nachgewiesen werden.
    • UPE-Aufschlag - manche im Gutachten genannte Ersatzteilpreise würden lt Versicherung von der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers abweichen. Dieser Aufschlag würde aber auch erstattet werden, wenn er über Rechnung nachgewiesen wird.


    Jetzt ist nur noch fraglich, ob die mir den zweiten unbeteiligten Reifen rechts auch bezahlen, weil ich sicher nicht nur links den Reifen wechseln lasse und dann ungleiche Profiltiefe an der Vorderachse hätte... Im Gutachten steht allerdings nur der eine betroffene Reifen, keine zwei. Naja, mal sehen. Bin jedenfalls froh, dass ich jetzt alles reparieren lassen kann, bevor es richtig Winter mit Schnee und Regen gibt und auch, dass mein Auto dann endlich wieder schick und schnieke ist. 8)

    @Holi das ist wirklich ein super Tip. Danke. smile.png


    Ich habe auch schon ernsthaft überlegt, tlw reparieren zulassen, zumindest wegen der Reifen und Felge. Ich fahre ca 2500-3000km im Monat, auch Autobahn. Und das Lenkerflattern bei hohen Geschwindigkeiten mit dem angerissenen Reifen macht echt n Scheiß-Gefühl. Werde morgen mal den Anwalt fragen. Und wenn ich jetzt n neuen Crash habe, heißt es dann womöglich noch: Mitschuld, weil mein Reifen beschädigt ist. Da habe ich auch kein Bock drauf.

    Oh mann. Nun fahre ich schon 1 Monat mit nem verbeulten Auto rum und die Versicherung rührt sich nicht... Ich will das endlich repariert haben, damit mein schöner Cactus wieder gut aussieht. Gestern mal den anwalt angerufen, welche Wartezeit denn so üblich ist. Er meinete, die Rechtsprechung geht von mind. 6 Wochen aus, in sofern seien wir noch in der normalen Zeit. Bei komplizierteren Fällen dauere es auch schon mal Monate. Dann meinte er noch, dass die Westfälische Provinzial (die gegnerische Versicherung) zwar wenig versuchen Kosten zu kürzen, aber dafür nicht die schnellsten sind...
    Naja, fahre ich halt weiter mit ner verbeulten Karre rum :( und übe mich in Geduld

    jep bekanntes Problem das die Keilriemen alle schnell porös werden

    Bevor wieder wilde Qualitäts-Gerüchte entstehen: Dass ALLE SCHNELL porös werden, habe ich noch nicht gehört und kann ich persönlich auch nicht bestätigen. Meiner hält seit 3,5 JAhren und 100 000km. Auch bei den Werkstätten scheint das Problem nicht überdurchschnittlich häufig aufzuschlagen, da es sonst wahrscheinlich schon ein TSB dazu im Service-Portal gegeben hätte. Es haben allerdings schon mehrere/ne handvoll (vielleicht auch zwei Hände voll) Leute im Forum von Problemen berichtet. Bei über 1500 Mitgliedern würde ich aber noch nicht von ALLEN reden.
    Ich betone das nur, bevor jetzt ALLE Panik kriegen, dass ihr Riemen bald zerbröseln wird.