Kupplung rupft beim anfahren

  • Hatte unseren Cactus jetzt beim Reifenwechsel und habe bei der Gelegenheit das _Getriebeöl_ wechseln lassen (150.000 km), meines Wissens ist das noch nie gemacht worden;

    leider hat die Werkstatt wieder Originalöl reingelassen, ich hätte eigentlich ein "Upgrade" gewünscht (setze mal vorraus, dass Mechaniker wissen, was vielleicht ein besseres Öl wäre, ich selbst habe ja keine Ahnung); trotzdem kann ich - nach ca 3 Wochen - zumindest behaupten, dass das Gerupfe auf ein für mich vertretbares Maß zurückgegangen ist. Ob "besseres" (aka teureres) Öl mehr Wunder gewirkt hätte, kann ich jetzt natürlich nicht sagen.


    Aber: damit kann jetzt mal leben, es entsteht nicht mehr der Eindruck, als würde der Motorblock gleich mal abreissen oder so, also würde ich es einen 90% Teilerfolg nennen.

  • Was hat denn das Rupfen der Kupplung mit dem Getriebeöl zu tun? Und wieso sollte das Rupfen der Kupplung mit dem Tausch des Getriebeöls weggehen?

    Sorry, steh grad ein bißchen auf dem Schlauch.

    Citroën Cactus PureTech82 Sélection, Lack: balticblau, AirBump: schwarz, Interieur: Habana, Polster: Stoff/Velours Club Habana, ORGA 14931
    Citroën 2CV6 Club, Lack: blau/schwarz, Dach: bleu-celeste (himmelblau), Interieur: marron/Kiefernholz, Polster: Jersey-Velour Fischgrät grau, ORGA 3881

  • Moin Daniel,


    das ETG5 ist hydraulisch gesteuert, wenn ich mich recht erinnere. Das heißt, wenn das Öl ein bißchen dick wird, dann wird auch die Steuerung der Kupplung etwas dickfelliger. Wenn da neues Öl reinkommt, klappt's wieder besser.


    Eine im Ölbad laufende Kupplung wird das ETG5 ja nicht haben, oder?

    Viele Grüße


    Wolfram


    Zephyr Cactus PureTech 82 S/S ETG Shine, EZ 3/2017

  • Also, zunächst einmal ists ein etg6, aber das wird wohl wurscht sein;


    Das Ganze fußt auf zwei Dingen:

    1. hab ich in irgendeinem anderen Forum (keine Ahnung mehr welches, hab mir schon einen Wolf gegoogelt mit dem Mist) von einem Typen gelesen, der das Geruofe mit irgendeinem überdrüberGetriebeöl gelöst hat (samt wortreicher Erklärung)

    und 2. hat das mein Cit-Mech auch vorgeschlagen (unabhängig von 1.)


    Leider bin ich zuwenig Experte aufm etg/ehg Gebiet, schlüssig erklären kann ichs leider nicht, sorry; zimindest leuchtet mir das mehr ein als "vermutlich der dritte Zylinder"-Spekulationen ohne Erklärung

  • Nein ist es nicht . ETG5 könnte das alte SensoDrive Getriebe sein , das wird elektrisch betätigt .

    Das ETG6 ist ein hydraulisch betätigtes Getriebe mit internem Druckspeicher .

    Das war auch in meinem C3 90HDi ETG6 verbaut und ja einen Getriebeölwechsel kann ich da nur empfehlen .

    Hatte ihnbei 90.000 Km machen lassen , ich dachte danach ich hätte ein neues Getriebe drin .

    Ich kann das nur empfehlen .

    C4 Cactus BlueHDi 120 EAT6 Shine S&S + + + Ez 03.2020

  • ETG5 könnte das alte SensoDrive Getriebe sein , das wird elektrisch betätigt .

    Wenn ich mich recht entsinne, ist das ETG5 eben nicht das SensoDrive. Aber wenn ich den Jeannot sehe, mein Freundlicher wohnt nämlich hier im Dorf, dann frag ich ihn. Und bei meinem ETG5 kommt im September auch neues Öl ins Getriebe. Ich merk nämlich deutlich, ob's Öl warm oder kalt ist... und das kann nicht mehr nur an der Einstellung liegen, wie der Meister meinte.


    zimindest leuchtet mir das mehr ein als "vermutlich der dritte Zylinder"-Spekulationen ohne Erklärung

    Ja, da fehlt die Erklärung. Ich verstehe es so, daß gemeint war, der Dreizylinder wäre eh schon ein wenig ruppig und ruckelig. Knurrig, ja, aber ruckelig finde ich ihn nicht - und ich hab schon vor 30 Jahren einen Dreizylinder gefahren, aus deutscher Fertigung. Der lief sehr ruhig, wie ein Sechszylinder, außer im Leerlauf... :D da hat er räng-däng-däng gemacht.

    Viele Grüße


    Wolfram


    Zephyr Cactus PureTech 82 S/S ETG Shine, EZ 3/2017

  • Ein weiteres Update: relativ bald nach dem Getriebeölwechsel hat die brutale Rupferei und Stotterei im 1. und im Rallyegang in gewohnter Manier wieder eingesetzt.


    Mein allerletzter Versuch, dem Herr zu werden, hat sich bei einem Reifenstoppeln (3 Schrauben) in der Werkstatt ergeben. Abermals das Getriebe resetted und in den Anlernmodus versetzt, ABER (und jetzt wirds etwas ausführlich): unsere Wkst liegt auf der Spitze eines lang, flach abfallenden "Berges" (Elixhausen, Salzburg); jedesmal, wenn resetted wurde, hat meine Frau den Cactus abgeholt und ist direkt heim oder in die Arbeit; der Selbstlerner hat sich durch stetiges bergab (mit etlichen Stopps und Schaltvorgängen) Physik bedingt eigentlich immer sehr, sehr kurze Kupplungswege angeeignet, so zumindest meine Theorie

    Also bin ich diesesmal selbst hin und habe im Selbstversuch, auf einem sehr kurzen und einzigen bergauf-abschnitt (nicht öffentlicher Grund) ca 40-50x im 1. Gang langsam bergan angefahren, gestoppt, zurückrollen lassen (mit Abkühlphasen), repeat...


    So dämlich das jetzt auch klingt, tatsächlich schleift die Kupplung jetzt länger ein, das Rupfen ist de facto nicht mehr vorhanden, mittlerweile seit bereits 2 Monaten.

    Mal abwarten bis zum Winter...


    PS: einzige Kehrseite: seitdem die Mechs mit der Diagnose drüber gefahren sind, funktioniert der Eco-Mode nicht mehr (Motor schaltet an der Kreuzung nicht ab)

  • Hallo sbrandauer ,

    Danke für deine ausführlichen Infos.

    Wenn das start stop streigt liegt es fast immer am Ladezustand der Batterie.

    Gruß Holi

    See you in Wackenrain or shine ...

  • Ja, das ist mir bekannt, jedoch: Batterie neu und unmittelbar VOR dem Wkst-Besuch hats ja noch funktioniert UND das Auto hing die ganze Zeit über am Ladegerät; nana, da hams irgendwie, irgendwo unwissentlich einen Schalter im Diagnoseprogramm umgeworfen *abwink*