Ich finde die Inspektionen bei Citroen auch sehr teuer. Ich überlege mittlerweile eine freie Werkstatt aufzusuchen, die Stempel würde ich schon gern weiter sammeln, nur dann eben ohne Markenstempel. Auch wenn es einen gratis Ersatzwagen gibt, sind die Preise teilweise überzogen. Mein Citroenhändler ist in Sachsen-Anhalt, das Preisgefüge ist aber gefühlt höher als in Niedersachsen. Ich könnte ihn ja mal zu einem Händler hier bringen und schauen, was das kostet. Nach einem Unfallschaden hat der Gutachter die Preise anhand einer freien Referenzwerkstatt ziemlich gedrückt und mir gesagt, dass der Händler meines Vertrauens für hohe Preise bekannt ist.
Beiträge von Pizzicato
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Moin!
Der Titel sagt schon alles.Kann man den Kupplungsverschleiß auslesen? Oder muss man das Getriebe abflanschen, um den Belag der Scheibe zu prüfen? Kann hartes einkuppeln von einer verschlissenen Kupplung kommen, weil der Schleifpunkt nicht mehr gefunden wird? Beim Rückwärtsfahren ohne Gas knallt er förmlich die Kupplung rein und öffnet gleich wieder im Sekundentakt. Das ist natürlich Mist, gerade beim Rangieren. Und die schlagenden oder knallenden Geräusche sind auch nicht so toll. Neulich habe ich dann leicht Gas gegeben und es gab einen heftigen Knall, fast so, als würde der Motor in den Lagern zu viel schwingen. Davon mal ab, wird das aber nicht die Ursache des Verhaltens der Kupplung sein, ggf. ein Nebeneffekt. Das ganze macht er auch beim Fahren in D, wenn man kein Gas gibt. In seltenen Fällen verhält er sich aber normal und ruckt mit der Kupplung nicht.
Wenn ich nicht so an dem Ding hängen würde und meine Wunschfahrzeuge finanziell realisierbar wären, würde ich den Cactus als Zweitwagen wegstellen und reifen lassen. Wobei sich das bei meinem kaum lohnt. -
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Ich kann nur aus Erfahrung mit dem Ur-Cactus sprechen. Ich bin mittlerweile bei 315.000km mit eHDI und ETG6. Die Turbobenziner sollte man eventuell mit Vorsicht genießen, bzw. die Wartungshistorie genau prüfen, Zahnriemen in Ölbad, falsches Öl löst den Zahnriemen auf... Mein Cactus ist lange gut gealtert, aber ich habe das Gefühl, dass er jetzt rapide abbaut, aber bei der Laufleistung kommen wohl bei jedem anderen Auto auch Wehwehchen.
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Die Restreichweite wird „korrekt“ angezeigt. Die Verbrauchsanzeige ist nur deutlich zu optimistisch.
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Die Tankanzeige wird auch nicht live gesteuert. Sie misst beim Start und dann von den theoretischen Werten vom BC aus. Der reale Stand wird dann erst wieder bei Neustart ermittelt. Soll wohl auch zwischendurch passieren. Mein BC zeigt als Durschnittsverbrauch in der Regel exakt 0,5 Liter zu wenig an. Ich bin vor kurzem eine Strecke von 2.200 km gefahren. Deutschland, Niederlande, Belgien, Frankreich, Großbritannien, der Schnitt lag laut BC bei 4,6 Litern, real waren es 5,1 Liter. Ich bin aber auch auf der Autobahn in Deutschland immer zwischen 130 und 150 km/h gefahren. Das ist bei mir die Geschwindigkeit, bei der Lautstärke, Komfort und Verbrauch noch im Rahmen ist. Mir ist aber bei der Gelegenheit aufgefallen, dass das Pfeifen der Türdichtungen wieder beginnt, die Serviceaktion wurde damals bei mir durchgeführt. Die Türdichtungen sind allerdings auch ganz schön geschrumpft.
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Wie ist denn deine Preisvorstellung? Hast du alle?
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Der letzte Post ist zwar schon eine Weile her, aber der Thread passt.
Ich habe am letzten Freitag die 300.000km geknackt. Bis auf Verschleiß gab es keine großen Defekte bis auf Luftmassensensor vor geraumer Zeit, dazu gibt es einen Thread. Federbruch vorn links letztes Jahr, was erst beim TÜV aufgefallen ist, er hing nicht schief und fuhr auch ganz normal. Das Eolys wurde bei rund 180.000km gewechselt/aufgefüllt. Meine Werkstatt staunte nicht schlecht, dass ich damit so lange ausgekommen bin, mag aber daran liegen, dass ich immer erst tanke, wenn ich muss und dann auch fast immer voll. Es wird bei jedem Tankvorgang die gleiche Menge in den Tank gegeben, tankt man also häufig kleine Mengen Diesel, wird auch häufig das Additiv eingespritzt. Vor kurzem, das habe ich in einem anderen Thread geschrieben, wurde der Ventildeckel und die Dichtungen der Einspritzdüsen gewechselt, weil Ölverlust und Abgasgeruch im Stand. Die Batterie habe ich vorletztes(?) Jahr gewechselt, weil das Stop/Start nur noch sporadisch funktioniert hat. Alles in allem also ein zuverlässiges und robustes Auto, wie der Name suggeriert.
Zur Feier des Tages hat mein Cactus eine Sektdusche bekommen.

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Maßgeblich ursächlich für den Ölverlust war eine undichte Einspritzdüse und die Ventildeckeldichtung/Entlüftung am Ventildeckel. Ventildeckel komplett getauscht und ebenso die Einspritzdüsen abgedichtet. Das ging erstaunlich gut. Sie sind gut erreichbar und ließen sich ohne Probleme ziehen. Der Ventildeckel ist umständlicher, weil er den hinteren Teil der oberen Zahnriemenabgeckung darstellt. Also musste die Zahnriemenverkleidung gelöst werden, um an alle Schrauben zu kommen. Ebenso musste die Drosselklappe weggeschraubt werden.
Der Ölverlust ist weg. Im Stand riecht es auch nicht mehr nach Abgas. Allerdings hatte ich mir erhofft, dass auch das Schieberuckeln und der teilweise unrunde Leerlauf damit verschwindet, falsch gehofft. Vielleicht hat jemand von euch eine Idee, warum er ruckelt... Zwischenzeitlich habe ich schon überlegt, ob die eine oder andere Einspritzdüse einfach verschlissen ist und Diesel auch im Schiebebetrieb in den Brennraum gelangt, der dann quasi eine Fehlzündung auslöst und das Ruckeln verursacht.Die Batterie habe ich auch schon getauscht, weil das S&S nur noch sporadisch ging. Da war sie aber auch schon über 8 Jahre alt. Mein Auto steht immer draußen und auch im Winter bei Minusgraden ist er immer noch sehr gut angesprungen. Dennoch habe ich die Batterie ersetzt. Der Ersatz soll die Erstausrüsterbatterie sein, nur eben ohne Branding von Citroen, sondern von VARTA. Mich hat es allerdings gewundert, dass die Batterie so einen großen Anteil am S&S hat. Der eHDi hat zusätzlich doch eigentlich noch den Kondensator zur Speicherung der Energie. Mich würde interessieren, wie hoch der Verschleiß bei dem ist. Woher der Strom zum Starten kommt, erkennt man übrigens daran, ob der Anlasser den Motor startet oder die Lichtmaschine. Anlasser von Batterie, LiMa vom Kondensator. Das wurde mir auch so vom Citroenhändler bestätigt. Der Start über die Lichtmaschine ist soviel "eleganter", weil runder.
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Um hier mal ein Update zu liefern:
Mein Cactus hat mittlerweile 299300 km auf der Uhr und das ETG6 funktioniert immer noch gut. Er knallt zwar manchmal die Kupplung rein, bzw. kuppelt sie mittlerweile öfter mal nicht so sanft ein beim Rangieren, aber die Laufleistung ist schon sehr hoch. Eventuell liegt es an Verschmutzungen, oder ist die Kupplung vielleicht bald fällig, vielleicht müsste auch nur mal neu eingestellt werden? Ich weiß es nicht, kann aber halbwegs gut damit leben. Die Haltbarkeit grundsätzlich ist also vollkommen in Ordnung. Alle haben gewarnt, meine Erfahrung mit automatisierten Schaltgetrieben war aber immer positiv. Gewarnt vor allem wegen der Kriechfunktion, weil dadurch die Kupplung permanent schleife, was sie defacto, aus meinem Gefühl heraus, aber nicht tut. Die Kupplung rückt ein und ist dann geschlossen, wenn man nicht dauernd die Bremse betätigt und sie ständig öffnet und schließt.